Im ersten
Semester an der Paganini lernte ich im Jazzunterricht eine temperamentvolle
Mitstudentin kennen und viele würden zustimmen, dass sie für ein Mädchen ein
sehr loses Mundwerk hat. Madeleine Lavie war ambitioniert, stolz, immer
voller Tatendrang und hatte die Eigenschaften einer Anführerin. Sie zweifelte
nie an ihrem Können und würde trotz schlechter Performance behaupten, dass sie
die Beste wäre. Wir verstanden uns trotz unterschiedlicher Persönlichkeiten
ziemlich gut und es war auch Madeleine, die mich anfangs ansprach
und mich einfach wie einen guten Freund behandelte. Meine bisherige Erfahrungen mit meinen
Mitstudentinnen an der Paganini differenzierten sich kaum, denn die Mehrheit
schien eine romantische Beziehung mit mir zu wollen. Ob das an meiner adeligen
Herkunft lag? Die Familie Wachtfeldt hatte eine lange musikalische Geschichte
und gehörte zur Elite. Madeleine war, wie gesagt, anders als viele andere
Mädchen. Wenn ihr etwas nicht passte, sprach sie es offen aus. Durch die Blume
sagen konnte sie anscheinend nichts und auf einige mochte ihre Art ein wenig zu
harsch sein, aber so war die Miss Lavie.
Start of something new Ein weiterer Blog.
many hopes, plans and wishes "Nicht noch einer", denkt ihr euch.
we'll see what happens. Wir sind ein Unikat.
Showing posts with label Paganini Institut. Show all posts
Showing posts with label Paganini Institut. Show all posts
Sunday, November 3, 2013
Sunday, October 27, 2013
3. Damien: Übersehenes Talent
Jeder Mensch hat eine Fassade, hinter der er sich versteckt und das galt auch für mich. Ich spielte den Leuten was vor, lächelte freundlich und schon waren sie zufrieden. Lächerlich, einfach nur lächerlich.
Paps war ein Geigenbauer, der aufgrund einer siebenköpfigen Familie verarmte und, als ich sieben Jahre alt war, Selbstmord begann. Mutter war eine gewöhnliche Grundschullehrerin, die meine Geschwister und mich mit Mühe und Not durch die Armut brachte. Im Grunde genommen waren wir immer noch arm, aber es fiel ihr leichter zwei Münder zu füttern als Fünf. Meine drei älteren Geschwister kenne ich nicht wirklich und ehrlich gesagt muss ich das auch nicht. Elise, meine Schwester mit der ich aufwuchs, erzählte mir, dass die Älteren das Haus freiwillig verliessen um Mutter keine Last zu sein. Immer wenn Elise davon erzählte, sah sie so traurig aus, während ich keinerlei Verbindungen zu meinen drei älteren Geschwister herstellen konnte. Irgendwie traurig, wenn man das aus einer anderen Perspektive betrachtete.
Monday, October 21, 2013
Paganini Institut: Musikgruppen
Nennenswerte Musikgruppen und ihre Mitglieder, die in der Geschichte vorkommen. Namen in kursiv markieren den Leiter bzw. die Leiterin der Gruppe.
Chilly Harmony
Gründer: James Sterling
Die grössere Kammermusik hielt sich nicht lange und spaltete sich nach dem zweiten Semester in zwei kleinere Kammermusiken.
Frost Harmony
Samuel Cheshyre (Bass Violoncello)
Marie Rouge (Solo Violine)
Matthieu Goodlife (Zweite Stimme Violine)
Madeleine Lavie (Erste Stimme Violine)
Étoile Olivier (Viola)
Blizzard Harmony
Charles Stafford (Solo Klavier)
James 'Jackie' Sterling (Erste Stimme Flöte)
Roland Rust (Zweite Stimme Flöte)
Julian Flambert (Bass Fagott, Cembalo)
Eliane Bright (Oboe)
Corinne Zimmer (Klarinette)
Slicing Sound
Gründerin: Madeleine Lavie (ehemaliges Mitglied)
Airi Oracion (Gitarre, Vocal)
Cain Shropshire (Trompette)
Vincent Wachtfeldt (Saxophone)
Eric Schwarzdorn (Kontrabass)
Sereina Canzone (Klavier)
Overseen
Gründer: André Pigeonet, Damian Faker
André Pigeonet (Gitarre, Vocal)
Damian Faker (Klavier)
Manuel Preston (Bassgitarre)
Dennis Amauré (Schlagzeug)
Benjamin 'Ben' Lorey (Technischer Support)
*Matthieu Goodlife hilft ihnen ab und zu , wenn Damian nicht am Klavier sitzt.
Chilly Harmony
Gründer: James Sterling
Die grössere Kammermusik hielt sich nicht lange und spaltete sich nach dem zweiten Semester in zwei kleinere Kammermusiken.
Frost Harmony
Samuel Cheshyre (Bass Violoncello)
Marie Rouge (Solo Violine)
Matthieu Goodlife (Zweite Stimme Violine)
Madeleine Lavie (Erste Stimme Violine)
Étoile Olivier (Viola)
Blizzard Harmony
Charles Stafford (Solo Klavier)
James 'Jackie' Sterling (Erste Stimme Flöte)
Roland Rust (Zweite Stimme Flöte)
Julian Flambert (Bass Fagott, Cembalo)
Eliane Bright (Oboe)
Corinne Zimmer (Klarinette)
Slicing Sound
Gründerin: Madeleine Lavie (ehemaliges Mitglied)
Airi Oracion (Gitarre, Vocal)
Cain Shropshire (Trompette)
Vincent Wachtfeldt (Saxophone)
Eric Schwarzdorn (Kontrabass)
Sereina Canzone (Klavier)
Overseen
Gründer: André Pigeonet, Damian Faker
André Pigeonet (Gitarre, Vocal)
Damian Faker (Klavier)
Manuel Preston (Bassgitarre)
Dennis Amauré (Schlagzeug)
Benjamin 'Ben' Lorey (Technischer Support)
*Matthieu Goodlife hilft ihnen ab und zu , wenn Damian nicht am Klavier sitzt.
Sunday, October 20, 2013
2. Samuel: Chilly Harmony
Ich hatte alles erwartet, aber dass ich von der Paganini, die wohl beste Institution für Musik und Kunst, aufgenommen werde, ging über die Grenzen meiner Vorstellung. Schliesslich wusste ich bis vor Kurzem nicht einmal, dass ich die Gabe dazu hatte.
An einem schwarzen Regentag flatterte ein Brief des Instituts ins Haus rein. Es war ein schlichtes Schreiben und unterschied sich nicht sehr von anderen Briefen, doch es sollte mein bisheriges Leben vollkommen verändern. Cello spielte ich erst seit meinem 13. Lebensjahr, das heisst viele andere Musiker, vor allem Streicher, hatten mindestens sechs Jahre mehr Erfahrung als ich. Vibrato, Tremolo und andere Techniken und Verschlierungen waren die reinste Tortur zum Üben. Meine Hände schmerzten und ich musste sogar zum Arzt, der eine Entzündung meines Handgelenkes diagnostizierte. Das brach meinen Willen noch lange nicht und nachdem die verfluchte Entzündung abgeklungen war, fing ich wieder an täglich mehrere Stunden lang zu üben, um die Zeit aufzuholen, in der ich nicht üben konnte. Ich steckte meine Seele in jedes einzelne Concerto und in jede einzelne Sonate um ihrer Schönheit gerecht zu werden. Selbst wenn meine Hände vor Schmerzen rebellierten, hörte ich nicht auf zu spielen bis mein Cello eines Tages in Einzelteile zerbrach. Es war kein Zerbrechen wie bei einem Fall aus dem zweiten Stock, nein, denn dies war der sonderbarste Moment in meinem Leben. Mein Cello löste sich vor meinen Augen in viele Fragmente auf, bündelte sich zu einer Art Energie und verschwand in meiner Brust. Ich spürte meine Seele in meinem Körper widerhallen, mein Cello war nun ein Teil von mir.
Monday, October 14, 2013
1. Anaïs: Ich nenne ihn C
Jeden Tag wenn ich in den Spiegel sah, stand dieser junge Kaukasier hinter mir, der mich seit dem Tod meiner Eltern begleitete. Zu diesem Zeitpunkt war ich sechs Jahre alt gewesen. Ich hatte ihn als niedlichen, kleinen Jungen in Erinnerung, er hatte blondes Haar und rosane Pausbacken, doch seine hellblauen Augen bereiteten mir Alpträume und ich litt in den ersten zwei Jahren unter Verfolgungswahn.
Sunday, September 29, 2013
Paganini Institut - Begriffserklärung
Paganini
Institut für Kunst und Musik
Das Paganini Institut für Kunst und Musik
wird von verschiedenen Staaten finanziert um aussergewöhnliche Talente aus dem
Kontinent zu fördern. Im Grunde kann man das Institut auch als Konservatorium
und Kunsthochschule bezeichnen, es ist jedoch nur für besondere junge Leute
zugänglich, die das Institut selbst aussucht. Es gibt also keine
Aufnahmeprüfung und ein Ausbildungsplatz ist für Leute ohne besondere Gabe
nicht käuflich.
Auf dem Campus gibt es ein Hauptgebäude, in dem
man die Administration und das Rektorat findet. Im obersten Stock des
dreistöckigen Gebäudes haben die Künstler ihr Hauptatelier. Den Musikern
stehen insgesamt drei Übungsgebäude zur Verfügung, die nach Instrumentenklassen
unterteilt sind. Auf dem Hügel östlich von E03 steht das Orchestergebäude, in dem
Musikgruppen zusammen üben können. Gelegentlich finden dort schulinterne
Konzerte oder Duelle statt. Was an einem Institut nicht fehlen darf ist die
Bibliothek. Diese ist mit allerlei Literatur über die Kunst- und Musikgeschichte
ausgerüstet.
Während alle Studenten eine besondere Fähigkeit
haben, sind die Lehrkräfte normale Leute, deren Mechanik sehr ausgeprägt ist. Es
wäre zu gefährlich, wenn die Lehrkräfte über eine besondere Gabe verfügen würden. Die
Aufgabe der Lehrkräfte ist es den Studenten alles beizubringen, was sie wissen. Gelegentlich findet auch Musik- und Kunstgeschichte statt, doch die wenigsten
interessieren sich dafür.
Das Institut bietet nicht nur eine
Ausbildung in Kunst und Musik an, sondern ist gleichzeitig auch ein Internat
für die Schülerschaft. Die Paganini hat die Wohnheime allerdings nach Schichten
unterteilt. In der Klasse 1 findet man aussergewöhnliche Talente, Nachkommen
von Adeligen, Studenten, die international Erfolg haben oder die aus
einem reichen Elternhaus stammen. Der Rest wird in die Wohnheimklasse 2
eingeteilt, die im Vergleich zu Klasse 1 viel kleiner ist und jedes Zimmer von
zwei Studenten belegt wird.
An unterrichtsfreien Tagen können die
Schüler in die Stadt gehen und ihre Freizeit geniessen. Nur das Spielen oder
jegliche Art von Zeichnen in der Öffentlichkeit ist ihnen untersagt. Passiert
dies trotzdem werden die Schuldigen verwarnt. Im schlimmsten Falle aber wird
ihre Fähigkeit versiegelt und sie werden vom Institut ausgeschlossen.
Musiker
Als Kind finden sie das für sie bestimmte
Instrument und bauen im Laufe der Jahre eine besondere Bindung zu diesem auf, so dass sie
irgendwann die physische Form ihres Begleiters nicht mehr benötigen. Wenn sie
spielen wollen, ziehen sie einen Seelenfaden von ihrer Schläfe und ihr
Instrument manifestiert sich augenblicklich in ihren Händen.
Es ist zwar üblich, dass erwachsene Musiker
mehrere Instrumente spielen können, aber kein Zweitinstrument kann so perfekt
gespielt werden wie das Ursprungsinstrument. Am Institut spielen die Schüler
daher nur ein Instrument, obwohl es auch Sonderfälle und Ausnahmen gibt.
Musiker sind in der Lage durch ihr Spiel
die Gemüter ihrer Zuhörer zu beeinflussen und in besonderen Fällen kann ein
Stück das Publikum manipulieren. Neben der Gehirnwäsche ist der Musiker auch in
der Lage sogenannte Spirits zu beschwören, die er auf andere Menschen setzen und nach belieben wieder von seiner Zielperson nehmen kann. Dieser Spirit kann
das Ziel einen Schutz vor Manipulationen bieten oder es nach dem Wunsch seines
Meisters schaden. Um einen Spirit beschwören zu können, muss der Musiker das
dazugehörende Stück des Geistes perfekt spielen können. Gelingt ihm das nicht,
kann er den Spirit auch nicht beschwören.
Um einen Musiker seine Fähigkeit zu nehmen,
muss sein Hauptinstrument von einem Künstler zerstört werden.
Künstler
Künstler können bereits als Kind sehr gut
und detailgenau zeichnen. Es gibt auch Fälle, in denen kleine Kinder ihre
Figuren dazu gebracht haben sich zu bewegen.
Es ist üblich, dass Künstler sehr
manipulationsanfällig sind. Diejenigen, die einen Mentalangriff eines Musikers
abwehren können, werden meistens von einem Spirit beschützt. Viele begabte
Künstler meiden daher jeglichen Kontakt zu Musikern und gehen gar nicht auf
Konzerte, um sich zu schützen.
Als Studenten an der Paganini lernen sie
verschiedene Zeichentechniken, werden mit Ölmalerei, Acryl, Wasserfarben, etc.
vertraut gemacht und sind irgendwann in der Lage ihre Werke aus der Leinwand
springen zu lassen. Gleichzeitig fliesst ein Teil ihrer Seele mit in das
lebendig gewordene Kunstwerk ein. Wenn das Werk zurück in die Leinwand kehrt,
bekommt der Künstler das Seelenstück zurück.
Einem Künstler kann man kaum die
Malutensilien wegnehmen, weil sie mit fast allem zeichnen können. Die zwei
effektivsten Methoden einen Gestalter auszuschalten ist es ihm entweder beide
Hände abzunehmen oder die lebendig gewordenen Werke zu zerstören. Das
vernichten der Werke, die sich ausserhalb der Leinwand bewegen, führt dazu,
dass das Seelenstück zerstört wird. Nach und nach wird der Künstler mental
instabil und verrückt, weil seine Seele in Stücke gerissen worden ist. Solche
Fälle enden meistens in psychiatrischen Anstalten.
Subscribe to:
Posts (Atom)

