Start of something new Ein weiterer Blog.
many hopes, plans and wishes "Nicht noch einer", denkt ihr euch.
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Tuesday, September 23, 2014

Fanfiction: Forever his Pet-paca

Author's note: 

Originally posted on my tumblr.
And I have no idea why the background turned out white -.-

Pairing: Rekkles x Deft (Martin x Hyukkyu)
--> after Deft's tweet to create an account called "Slave of Rekkles"

Other people:
Imp - Seungbin
Piglet - Gwangjin
Acorn - Cheonju
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Sunday, November 3, 2013

4. Vincent: Verzehren

Im ersten Semester an der Paganini lernte ich im Jazzunterricht eine temperamentvolle Mitstudentin kennen und viele würden zustimmen, dass sie für ein Mädchen ein sehr loses Mundwerk hat. Madeleine Lavie war ambitioniert, stolz, immer voller Tatendrang und hatte die Eigenschaften einer Anführerin. Sie zweifelte nie an ihrem Können und würde trotz schlechter Performance behaupten, dass sie die Beste wäre. Wir verstanden uns trotz unterschiedlicher Persönlichkeiten ziemlich gut und es war auch Madeleine, die mich anfangs ansprach und mich einfach wie einen guten Freund behandelte. Meine bisherige Erfahrungen mit meinen Mitstudentinnen an der Paganini differenzierten sich kaum, denn die Mehrheit schien eine romantische Beziehung mit mir zu wollen. Ob das an meiner adeligen Herkunft lag? Die Familie Wachtfeldt hatte eine lange musikalische Geschichte und gehörte zur Elite. Madeleine war, wie gesagt, anders als viele andere Mädchen. Wenn ihr etwas nicht passte, sprach sie es offen aus. Durch die Blume sagen konnte sie anscheinend nichts und auf einige mochte ihre Art ein wenig zu harsch sein, aber so war die Miss Lavie.

Sunday, October 27, 2013

3. Damien: Übersehenes Talent

Jeder Mensch hat eine Fassade, hinter der er sich versteckt und das galt auch für mich. Ich spielte den Leuten was vor, lächelte freundlich und schon waren sie zufrieden. Lächerlich, einfach nur lächerlich.
Paps war ein Geigenbauer, der aufgrund einer siebenköpfigen Familie verarmte und, als ich sieben Jahre alt war, Selbstmord begann. Mutter war eine gewöhnliche Grundschullehrerin, die meine Geschwister und mich mit Mühe und Not durch die Armut brachte. Im Grunde genommen waren wir immer noch arm, aber es fiel ihr leichter zwei Münder zu füttern als Fünf. Meine drei älteren Geschwister kenne ich nicht wirklich und ehrlich gesagt muss ich das auch nicht. Elise, meine Schwester mit der ich aufwuchs, erzählte mir, dass die Älteren das Haus freiwillig verliessen um Mutter keine Last zu sein. Immer wenn Elise davon erzählte, sah sie so traurig aus, während ich keinerlei Verbindungen zu meinen drei älteren Geschwister herstellen konnte. Irgendwie traurig, wenn man das aus einer anderen Perspektive betrachtete.

Monday, October 21, 2013

Paganini Institut: Musikgruppen

Nennenswerte Musikgruppen und ihre Mitglieder, die in der Geschichte vorkommen. Namen in kursiv markieren den Leiter bzw. die Leiterin der Gruppe.


Chilly Harmony

Gründer: James Sterling

Die grössere Kammermusik hielt sich nicht lange und spaltete sich nach dem zweiten Semester in zwei kleinere Kammermusiken.

Frost Harmony

Samuel Cheshyre (Bass Violoncello)
Marie Rouge (Solo Violine)
Matthieu Goodlife (Zweite Stimme Violine)
Madeleine Lavie (Erste Stimme Violine)
Étoile Olivier (Viola)


Blizzard Harmony

Charles Stafford (Solo Klavier)
James 'Jackie' Sterling (Erste Stimme Flöte)
Roland Rust (Zweite Stimme Flöte)
Julian Flambert (Bass Fagott, Cembalo)
Eliane Bright (Oboe)
Corinne Zimmer (Klarinette)


Slicing Sound

Gründerin: Madeleine Lavie (ehemaliges Mitglied)

Airi Oracion (Gitarre, Vocal)
Cain Shropshire (Trompette)
Vincent Wachtfeldt (Saxophone)
Eric Schwarzdorn (Kontrabass)
Sereina Canzone (Klavier)


Overseen

Gründer: André Pigeonet, Damian Faker

André Pigeonet (Gitarre, Vocal)
Damian Faker (Klavier)
Manuel Preston (Bassgitarre)
Dennis Amauré (Schlagzeug)
Benjamin 'Ben' Lorey (Technischer Support)

*Matthieu Goodlife hilft ihnen ab und zu , wenn Damian nicht am Klavier sitzt.

Sunday, October 20, 2013

2. Samuel: Chilly Harmony



Ich hatte alles erwartet, aber dass ich von der Paganini, die wohl beste Institution für Musik und Kunst, aufgenommen werde, ging über die Grenzen meiner Vorstellung. Schliesslich wusste ich bis vor Kurzem nicht einmal, dass ich die Gabe dazu hatte.

An einem schwarzen Regentag flatterte ein Brief des Instituts ins Haus rein. Es war ein schlichtes Schreiben und unterschied sich nicht sehr von anderen Briefen, doch es sollte mein bisheriges Leben vollkommen verändern. Cello spielte ich erst seit meinem 13. Lebensjahr, das heisst viele andere Musiker, vor allem Streicher, hatten mindestens sechs Jahre mehr Erfahrung als ich. Vibrato, Tremolo und andere Techniken und Verschlierungen waren die reinste Tortur zum Üben. Meine Hände schmerzten und ich musste sogar zum Arzt, der eine Entzündung meines Handgelenkes diagnostizierte. Das brach meinen Willen noch lange nicht und nachdem die verfluchte Entzündung abgeklungen war, fing ich wieder an täglich mehrere Stunden lang zu üben, um die Zeit aufzuholen, in der ich nicht üben konnte. Ich steckte meine Seele in jedes einzelne Concerto und in jede einzelne Sonate um ihrer Schönheit gerecht zu werden. Selbst wenn meine Hände vor Schmerzen rebellierten, hörte ich nicht auf zu spielen bis mein Cello eines Tages in Einzelteile zerbrach. Es war kein Zerbrechen wie bei einem Fall aus dem zweiten Stock, nein, denn dies war der sonderbarste Moment in meinem Leben. Mein Cello löste sich vor meinen Augen in viele Fragmente auf, bündelte sich zu einer Art Energie und verschwand in meiner Brust. Ich spürte meine Seele in meinem Körper widerhallen, mein Cello war nun ein Teil von mir.


Monday, October 14, 2013

1. Anaïs: Ich nenne ihn C

Jeden Tag wenn ich in den Spiegel sah, stand dieser junge Kaukasier hinter mir, der mich seit dem Tod meiner Eltern begleitete. Zu diesem Zeitpunkt war ich sechs Jahre alt gewesen. Ich hatte ihn als niedlichen, kleinen Jungen in Erinnerung, er hatte blondes Haar und rosane Pausbacken, doch seine hellblauen Augen bereiteten mir Alpträume und ich litt in den ersten zwei Jahren unter Verfolgungswahn.

Monday, April 22, 2013

Limbus - Teil 3/3


Meine Uni werde ich nie wieder sehen, davon war ich vollkommen überzeugt, denn ich wollte für immer bei
meinem Schwarm mit den speziellen Augen bleiben. Ich liebte ihn; sogar nach fünf Jahren hatte ich immer noch Gefühle für ihn und nur in meiner eigenen Welt konnten wir uns sehen. Dafür war ich sogar bereit, mein Leben in der Realität aufzugeben. Als ich meine Augen öffnete, stand ich an der Bushaltestelle; vor mir ragte das giftgrüne Gemeindehaus, das ich seit dessen Erbauung hasste. Welcher Vollidiot kam auf die hirnrissige Idee, ein Gebäude gelbgrün anzumalen? Furchtbar war in dieser Hinsicht noch untertrieben.

„Es ist so hässlich.“

 „Ich weiss.“

Er stand neben mir, aber mein Blick war immer noch auf das Haus gerichtet. In meiner Welt würde ich das Gemeindehaus abreissen und seinen Vorgänger, der alt und gemütlich gewesen war, wieder an Ort und Stelle erstehen lassen.

„Ich freue mich, dass du dich so entschieden hast“, sagte er zu mir und legte seinen Arm um meine Schultern,
„nur will ich nicht, dass du es irgendwann bereust.“

Friday, April 19, 2013

Limbus - Teil 2/3


Wo ist meine Uni? Moment, war ich überhaupt unterwegs zu einer Vorlesung? Ich konnte mich nicht erinnern sondern lief kopflos durch die Altstadt. Ich dachte über meinen normalen Tagesablauf und über das, was ich noch zu tun hatte, nach, als ich mit Entsetzen feststellen musste, dass ich wieder nicht in Sankt Gallen war. Zum Glück war ich nicht wie letztes Mal irgendwo in der Toskana, sondern in einer grösseren Stadt Europas.

Aux Champs-Élysées...

„Nein, bitte, sagt mir nicht, dass ich in Paris bin!“, doch beim genaueren Betrachten der Umgebung wurde meine Befürchtung wahr. Ich erblickte den Eiffelturm und auch den Triumphbogen konnte ich von meinem Standpunkt aus sehen.

Aux Champs-Élysées...

Ich befand mich eindeutig in Paris.

Au soleil ou sous la pluie, à midi ou à minuit...

Tuesday, April 16, 2013

Limbus - Teil 1/3


Das alte Gebäude vor mir war nicht meine Uni. Ehrlich gesagt, befand ich mich nicht einmal auf dem Rosenberg von Sankt Gallen, sondern eher irgendwo in einer Altstadt Südfrankreichs oder Italiens. Oder war es sogar Spanien? Die Bauart der ganzen Umgebung sah jedenfalls stark nach dem Mittelmeerraum aus. Die Universität selbst ähnelte mehr einem katholischen Kloster als einem Bildungsinstitut. Naja, wenigstens strahlten die Farben mehr Wärme aus als das kalte Grau des Betons, aus dem meine Uni gebaut wurde. Seltsamerweise wusste ich aus irgendeinem Grund ganz genau, wo der Eingang der klosterartigen Uni war, und ging da auch hinein. Die nächste Vorlesung begann gleich. Volkswirtschaft, sofern ich mich erinnern konnte, oder war es Bundesstaatsrecht? Wieso sollten die Südeuropäer überhaupt einen Vortrag über das Schweizerbundesrecht halten? Ganz in Gedanken versunken, stiess ich die alte Holztür aus massivem Holz, die die Wirtschaftsfakultät von der Theologischen trennt, auf, als mir plötzlich ein bekanntes Gesicht entgegenkam. Ich starrte die Person wie versteinert an. Woher kannte ich diesen Studenten? Moment, diese stechenden, grüngesprenkelten, braunen Augen und die unverkennbaren Augenbrauen, die genauso gut dem Teufel gehören könnten, hatte ich schon einmal gesehen. Genauer gesagt war ich indirekt dazu gezwungen, sie fünf Jahre lang zu ertragen, deshalb war es praktisch unmöglich für mich, diese auffälligen Merkmale einfach zu vergessen. Ich hatte es versucht, aber bis zum heutigen Tag hatte ich es nicht geschafft, sie aus meinen Erinnerungen zu verbannen. Seine Gesichtszüge hatten sich kaum verändert, nur seine Haarfarbe schien heller zu sein als damals. Sie stand ihm. Er musterte mich ebenfalls eine halbe Ewigkeit und schien sich nun auch langsam an mich zu erinnern, denn seine Augen blitzten vor Freude und Überraschung. Auch das mir allzu bekannte verschmitzte Lächeln huschte über seine Lippen.